Der diesjährige Betriebsvergleich des Bayerischen Kfz-Gewerbes konnte unter Mitwirkung von 336 Rückmeldungen als erfolgreiche Stichprobe gewertet werden. Die Ergebnisse können nachstehend heruntergeladen werden. Als Durchschnitt konnten dabei folgende Stundenverrechnungssätze – jeweils ohne Umsatzsteuer – ermittelt werden:
2010/02-1.3 Betriebsvergleich
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PKW |
Gemeinde |
Stadt |
Großstadt |
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Normalarbeiten |
53,05 |
58,98 |
68,96 |
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Karosseriearbeiten |
74,43 |
76,33 |
88,96 |
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Elektrikarbeiten |
58,18 |
61,79 |
73,13 |
Als Ergebnis bleibt festzustellen, dass die durchschnittlichen Stundenverrechnungssätze im Vergleich zum Vorjahr stagnierten. Jedoch gab es bei der Durchschnittsbildung gegenläufige Entwicklungen. So ist ein deutlicher Anstieg der sich am unteren Rand befindlichen Stundenverrechnungssätze festzustellen. Diese Entwicklung ist grundsätzlich
begrüßenswert, da Stundenverrechnungssätze von unter 50,00 Euro unter Berücksichtigung aller anfallenden – auch kalkulatorischen – Kosten und angemessenen Gewinnergebnisse selten realistisch sind. Auf der anderen Seite gab es bei den Stundenverrechnungssätzen am oberen Rand eine Absenkung. Die Betriebe reagierten damit auf eine erkennbare Entwicklung einer rückläufigen Auslastung, die Folge der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 war. Ursächlich ist zum einen eine weiterhin hohe Preissensibilität der Verbraucher in höherpreisigen Regionen, zum anderen ist ein Trend insbesondere bei den Verbrauchern erkennbar, dass Wartungsarbeiten aufgeschoben oder schlimmstenfalls nicht durchgeführt werden.
Hier sehen wir einen gesetzgeberischen Handlungsbedarf auf Abzugsfähigkeit von Lohnleistungen bei Kfz-Wartungen und -Reparaturen von der Einkommensteuer, wie sie bei Instandhaltungsleistungen von Gebäuden bereits besteht. Diese Investition in Verkehrssicherheit hat aus Sicht des Bayerischen Kraftfahrzeuggewerbes einen mindestens ebensolchen Stellenwert, wie Übernachtungskosten für Urlauber in Deutschland durch eine abgesenkte Mehrwertsteuer zu fördern.